FAQs - Keramikimplantat whiteSKY
| Information |
Kontakt |
|
Keramikimplantate sind nichts Neues, warum jetzt Zirkonimplantate?Die Ansprüche der Patienten an die Ästhetik ihrer Versorgungen sind in den letzten Jahren sehr stark gestiegen, so dass sie bereits der durchschimmernde dunkle Schatten der Titanimplantate im Weichgewebe stört. whiteSKY erfüllt diese Wünsche der Patienten und ermöglicht ästhetisch anspruchsvollen Zahnersatz. Wie unterscheidet sich whiteSKY vom Tübinger Implantat?Der wesentliche Unterschied liegt in der Primärstabilität des Implantates. Durch die Lakunen hatte das Tübinger Implantat einen sehr geringen primären Knochenkontakt, was dazu führte, dass in der Einheilphase eine sehr hohe Verlustquote beobachtet wurde. Dazu kamen Schwächen im Material, die nach 10 Jahren zu einer erhöhten Frakturanfälligkeit führten. Bei whiteSKY haben wir ein modernes Implantatdesign mit einem auf die jeweilige Knochenqualität angepassten chirurgischen Protokoll. Dieses Protokoll sorgt dafür, dass durch Knochenkompression die Primärstabilität gewährleistet wird. Durch seine Elastizität und mechanischen Eigenschaften ist Zirkon auch langfristig weniger frakturanfällig als das Aluminiumoxyd des Tübinger Implantats. Aluminiumoxydimplantate waren sehr bruchanfällig. Wie verhält sich Zirkon?Die Bruchanfälligkeit der Aluminiumoxydimplantate wurde insbesondere in den 70er Jahren bei den Tübinger Implantaten beobachtet. Diese Beobachtung ist auf zwei Faktoren zurückzuführen, nämlich darauf, dass Aluminiumoxyd ein relativ spröder Werkstoff ist und daher leicht zu Brüchen neigt und darüber hinaus, dass das prothetische Konzept mit den zementierten Metallpins die Bruchanfälligkeit noch erhöht hat. Warum eignet sich Zirkon als Implantatmaterial?Nimmt man die mechanischen Eigenschaften zusammen, dann ist ein Zirkonimplantat der ideale Werkstoff für ein Implantat. Die Biegebruchfestigkeit von Zirkon entspricht etwa dem dreifachen Wert von Titan und dem doppelten von Aluminiumoxyd und das E-Modul (Elastizitätswert) liegt zwischen Titan und Aluminiumoxyd, d.h. es ist formstabiler als Titan und weniger bruchanfällig als Aluminiumoxyd. Zusätzlich verfügt Zirkon über eine Art Defektblocker, der verhindert, dass Mikrofrakturen sich erweitern. Das sorgt langfristig für eine hervorragende Primärstabilität und liefert in der dentalen Implantologie gute Ergebnisse. Osseointegriert Zirkon?In einer Reihe von Tierstudien wurde nachgewiesen, dass Zirkon sich im Knochen fest verankert. Wichtig ist dabei die Oberfläche der Implantate. Studien mit unserem speziell entwickelten Werkstoff brezirkon, den wir bei whiteSKY verarbeiten, haben gezeigt, dass bei einer vergleichbaren Oberfläche bei einem Titanimplantat und unserem Zirkonimplantat absolut vergleichbare Ergebnisse der Knochenanlagerung erzielt werden. Im Bezug auf die Oberflächenbehandlung entwickeln wir brezirkon unter wissenschaftlicher Anleitung stetig weiter, um ein Optimum zu erreichen. Werden Zirkonimplantate die Titanimplantate ersetzen?Langfristig wird Zirkon sicher einen hohen Marktanteil erreichen, da durch die Vorteile des Werkstoffs (Farbe, Biokompatibilität) diese Implantate von den Zahnärzten und sogar aktiv von den Patienten für bestimmte Indikationen immer stärker nachgefragt werden. Wir glauben jedoch nicht, dass Zirkon mittelfristig die Titanimplantate vollständig ersetzen wird, sondern dass beide Systeme parallel für bestimmte Indikationen eingesetzt werden. Können Sie Zirkonimplantate für alle Indikationen empfehlen?Die kritische Phase der einteiligen Zirkonimplantate liegt in den ersten Wochen nach der Implantation während der Einheilphase. Hier ist es notwendig, dass die Implantate vor übermäßiger Belastung geschützt werden. Aus diesem Grund empfehlen wir den Einsatz von whiteSKY auf den Einzelzahnersatz oder kleine Schaltlücken zu begrenzen, da bei diesen Indikationen der Schutz am einfachsten gewährleistet werden kann. Bei Schaltlücken sollte jeder verlorene Zahn durch ein Implantat ersetzt werden. Bei Freiende und zahnlosem Kiefer sollten Zirkonimplantate im Moment nicht eingesetzt werden. Wie sollten Zirkonimplantate in der Einheilphase versorgt werden?Grundsätzlich sehen wir zwei Tendenzen bei unseren Anwendern und auch in der wissenschaftlichen Diskussion. Die einen versuchen die Zirkonimplantate mit Schienen so zu schützen, dass sie in den ersten Wochen keinerlei Belastungen ausgesetzt werden, während die anderen versuchen, durch die Anwendung der Regeln der Sofortbelastung, das Implantat vor übermäßiger Belastung zu schützen. Wo liegt die Gefahr beim Schutz durch Schienen?Wichtig beim Schutz der Implantate durch Schienen ist, dass der Patient die Schienen kontinuierlich trägt, d.h. bei Tag und Nacht, da das Implantat vor übermäßigem Zungen- und Wangendruck geschützt werden muss. Andererseits ist der Tragekomfort der Schienen oft nicht optimal, so dass der Patient entgegen der Empfehlung des behandelnden Arztes diese doch nicht regelmäßig benutzt. In diesen Fällen besteht die Gefahr, dass es nur zu einer bindegewebsmäßigen Einheilung kommt. In einigen wenigen Fällen konnte dies erst nach dem Einsetzen der definitiven Versorgung festgestellt werden, was den wirtschaftlichen Schaden stark erhöhte. Aus diesem Grund empfehlen wir, nach 6 bis 8 Wochen Schienentherapie zunächst das Implantat mit einer Kunststoffkrone zu versorgen und damit die Belastung des Implantats kontinuierlich zu erhöhen. Kann das Implantat sofort nach der Insertion prothetisch versorgt werden?Grundsätzlich ja. Dabei ist jedoch zu beachten, dass die sofort auf den Implantaten verklebten Kronen und Brücken im Vergleich zu den natürlichen Zähnen sehr stark Volumenreduziert sollten und so gestaltet sein, dass sie eine große Kontaktfläche mit den Nachbarzähnen haben, so dass diese die Implantate und die provisorische Versorgung schützen können. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, die Versorgung durch Ribbondfasern mit den Nachbarzähen zu verblocken. Wo stehen aus Sicht von bredent medical die Zirkonimplantate heute?Mit den Zirkonimplantaten befindet sich der Markt in einer vergleichbaren Situation wie Anfang der 90er Jahre mit den Titanimplantaten. Nach wie vor gibt es unserer Meinung nach Entwicklungspotential bei dem Design der Oberfläche von Zirkonimplantaten – vergleichbar mit Titan, wo auch nach 30 Jahren immer neue Oberflächendesigns von den Herstellern entwickelt werden. Wir wissen, dass eine raue Oberfläche die Osteointegration fördert, und als Marktführer bei Zirkonimplantaten intensivieren wir unseren Forschungsaufwand in diese Richtung. Erste wissenschaftliche Ergebnisse, z.B. von der Universität Köln, deuten daraufhin, dass Zirkonimplantate mit einer gestrahlten Oberfläche eine vergleichbare Osteointegration wie Titanimplantate mit gestrahlter Oberfläche erzielen. Entsprechende wissenschaftliche Studien werden wir in Zukunft in Kooperation mit unseren Universitätspartnern publizieren.Wird bredent medical zukünftig auch zweiteilige Zirkonimplantate anbieten?Zweiteilige Zirkonimplantate sind in der Entwicklung. Die größte Herausforderung ist die sichere langfristige Verbindung von Aufbau und Implantat. Grundsätzlich gibt es hierbei die beiden Lösungen einer verschraubten oder verklebten Verbindung. Für beide Lösungsansätze der Fixierung gibt es aber zur Zeit mit dem Werkstoff Zirkon noch keine Methode, die langfristig sicher funktioniert. |
Bei weiteren Fragen steht Ihnen folgender Ansprechpartner gerne zur Verfügung. Herr Roland Benz: |
